Neben den bereits abgeschlossenen Projekten gibt es noch weitere Punkte des Ausstattungsplans, die sich momentan im Wartezustand befinden, da die Gemeinde nicht über die für ihre Verwirklichung notwendigen finanziellen Mittel verfügt. Hierunter haben wir einige Informationen zusammengestellt, die eine Orientierung geben sollen welche weiteren Schritte in Planung sind. Nähere Details oder Fragen zu den einzelnen Projekten können bei den Gemeindevollversammlungen oder sonntags nach Vereinbarung in der Kirche besprochen werden.
Außenrenovierung des Gebäudes
Die Osterkirche steht Innen wie Außen unter Denkmalschutz. Aufgrund von Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen ist es erforderlich, die Fugen zu verfüllen, um eine längere Lebensdauer des Gebäudes und ein gesundes Raumklima zu gewährleisten. Die Schimmelbildung im Innenraum stellt ein ernstes Problem dar, gegen das dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen. Bislang wird das Raumklima in der Kirche mit einem Luftentfeuchter reguliert, was jedoch keine dauerhafte Lösung darstellen kann.
Ikonographisches Programm des Tempels
ALTARRAUM
Das ikonographische Programm des Altarraumes ist um die grundlegenden dogmatischen Wahrheiten der Orthodoxen Kirche aufgebaut – die Menschwerdung Christi, Sein Opfer, die Erlösung und die Eucharistie.
Den zentralen Platz nimmt das Bild der Heiligsten Gottesgebärerin „Breiter als die Himmel“ („Ширшая небес“) ein, flankiert von Engeln. Unterhalb davon ist die Komposition „Anbetung des Opfers“ (Melismos) vorgesehen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Göttlichen Liturgie und dem Mysterium der Heiligen Eucharistie steht. In der Proscomidien-Nische wird „Christus im Fleische im Grabe“ dargestellt, während im oberen Bereich des Gewölbes die Komposition „Pfingsten“ vorgesehen ist. Sie betont das Wirken des Heiligen Geistes und die liturgische Bestimmung des Altarraumes.
Als Ergänzung des grundlegenden ikonographischen Programms werden die heiligen gleich den Aposteln verehrten Kyrill und Method sowie die heiligen Naum und Kliment von Ohrid dargestellt – als Patrone des Gotteshauses und Erleuchter der slawischen Völker.
Der Raum um die zentralen Kompositionen wird durch Darstellungen von Cherubim, Seraphim und Engeln bereichert. Diese vervollständigen die theologische Aussage des Programms und unterstreichen den himmlischen und liturgischen Charakter des Altarraumes.
Das Bild der Heiligsten Gottesgebärerin, das im Bereich des Fensters angeordnet ist, ist als Glasmalerei vorgesehen und wird auf die architektonische Gestaltung sowie auf den natürlichen Lichteinfall im Gotteshaus abgestimmt.

NAOS
Das ikonographische Programm des Naos ist auf den einheitlichen, gerippt überwölbten Raum und seine architektonische Gliederung abgestimmt. In den dreieckigen Feldern werden Medaillons mit den Darstellungen der vier großen Propheten – Jesaja, Jeremia, Ezechiel und Daniel – sowie die Symbole der vier Evangelisten angeordnet.
Oberhalb der Fenster werden zentrale Szenen aus dem Herrenfestzyklus dargestellt: die Geburt Christi, die Auferstehung Christi, die Taufe des Herrn (Theophanie) und die Verklärung des Herrn. Die Komposition „Himmelfahrt Christi“ wird symmetrisch im Raum ausgeführt und bildet den natürlichen Abschluss des Festzyklus.
An der Westwand nimmt die Komposition „Entschlafung der Gottesgebärerin“ („Koimesis“) den zentralen Platz ein. Das angrenzende Gewölbe wird mit Darstellungen von Engeln, Cherubim und Seraphim geschmückt, die die Szene sowohl kompositorisch als auch theologisch mit der himmlischen Sphäre verbinden.
In den vertikalen Wandflächen um die Fenster werden frontal dargestellte Heiligenfiguren angeordnet. Zu ihnen gehören bulgarische und lokale Heilige sowie Patrone: der heilige Trivelius, der heilige Fürst Boris-Michael, der heilige Georg, der heilige Demetrios, die heilige Petka, die heilige Philothea, der heilige Nikolaus und der heilige Johannes von Rila sowie der heilige Ansgar, der heilige Prokop von Lübeck und der heilige Bonifatius.
Die Auswahl der Darstellungen und ihre kompositorische Anordnung folgen der architektonischen Struktur des Gotteshauses. Zugleich bilden sie ein einheitliches theologisches und visuelles Programm, das die Herrenfeste, das prophetische und das evangelische Zeugnis sowie die Verehrung der Heiligen und Patrone des Gotteshauses miteinander verbindet.
Ikonenzyklus mit 12 Festszenen
Orthodoxe Kirchen haben eine bestimmte Ordnung. Darin kommen Gegenstände vor, welche die Kirche schöner, feierlicher und würdiger aussehen lassen, aber in erster Linie sind dies Objekte, die große Bedeutung für den Gottesdienst haben. So ist es auch mit den Ikonen.
Seit dem Sieg der Ikonenverehrer im Ikonoklasmus (heftiger Streit gegen die Verehrung von Ikonen, der fast zwei Jahhunderte gedauert hat) im Jahre 843 gehören Darstllungen des Erretters, der Gottesmutter, Engel und Heilige, angeordnet nach strengen Regeln, unabdingbar in die Räume orthodoxer Kirchen. Diese Ikonen zu ehren, ist ein Dogma des christlichen Glaubens, das vom Siebten Ökumenischen Konzil formuliert wurde: "Was das Wort durch hören (Lesen und Ehren des Evangeliums) vermittelt, zeigt die Malerei in der Stille, durch das Bild" - ein Dogma, das sich aus dem Hauptbekenntnis der Kirche ergibt - die menschliche Inkarnation des Sohnes Gottes.
An den Seitenwänden der orthodoxer Kirchen werden nach dem bereits im 9. Jahrhundert streng festgelegten Programm Szenen aus dem Marienleben und aus dem Leben und der Passion Christi abgebildet. Dementsprechend planen wir an jeder Seite jeweils 6 speziell für unsere Kirche gemalte Ikonen unterhalb der großen Fenster aufzuhängen. Diese werden 12 Festszenen abbilden (die Verkündigung, Geburt Christi, die Vorstellung im Tempel, die Taufe Christi, Einzug nach Jerusalem, Kreuzigung, Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingstwunder. usw.)
Vorgespräche mit bedeutenden Vertretern der Ikonenmalerei wurden bereits geführt. Gerne würden wir einige der Ikonenmaler zu einer Ausstellung nach Hamburg einladen um ihren Malstil kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen darüber können gerne sonntags nach den Gottesdiensten gegeben werden.
Um die Darstellungen in Auftrag zu geben benötigen wir finanzielle Mittel. Gezielte Spenden zur Anfertigung der Ikonen sind gerne willkommen.
Kronleuchter / Choros
Ein besonders wichtiges Ausstattungselement orthodoxer Kirchen ist der Kronleuchter. Anfangs spielte er eine rein funktionale Rolle und zwar vornehmlich während der Abend- oder Nachtgottesdienste Licht in dem Kernraum der Kirche zu stiften. Die Form war zu Beginn die eines einfachen Kranzes, geschmückt mit Kerzen oder hängenden Öllampen, die zu gegebenen Zeiten zum Leuchten gebracht wurden. Noch in der frühchristlichen Zeit nahm die symbolische Bedeutung des Lichts so immens zu, dass die Gestaltung der Leuchter immer reicher und aufwendiger wurde und immer mehr an üppigen Details dazugewann, bis es schließlich zu einem Konglomerat von symbolträchtigen Prachtelementen wurde. Mit seiner ursprünglichen Funktion als Beleuchtungskranz hatte dies nur noch wenig zu tun und der Prunk wurde zunehmend zum Selbstzweck, zu einem Gegenstand der Verherrlichung.
In Entsprechung zu der simplen und würdevollen Formensprache der neu aufgestellten Ikonostase und Altarmensa, ist ein Kronleuchter aus Bronze oder Messing geplant. Vorentwürde dafür wurden bereits angefertigt. Noch fehlen die finanziellen Mittel für die Ausführung.
Wenn Sie Geld spenden möchten, besuchen Sie bitte unsere Spendenseite unter diesem Link.