Liebe Brüder und Schwestern in Christus, liebe Gemeindemitglieder,
der Monat September ist nach der alten jüdischen Zeitrechnung der siebte Monat des Jahres und steht in engem Zusammenhang mit einer Reihe biblischer Ereignisse. Aus diesem Grund wurde er zum Beginn des neuen Kirchenjahres (Indiktion) bestimmt. Am ersten Tag dieses Monats las unser Erlöser, der Herr Jesus Christus, in der Synagoge die prophetischen Worte aus dem Buch des heiligen Propheten Jesaja:
„Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Freiheit und den Blinden das Augenlicht verkünde; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze.“ (Lk 4,18)
Zu Beginn des neuen Kirchenjahres möchten wir unseren Gemeindekalender mit Ihnen teilen. Darin finden Sie nützliche Informationen über das gottesdienstliche Leben in der Kirche der Bulgarischen Orthodoxen Gemeinde in Hamburg sowie über die Feste und Fastenzeiten der Orthodoxen Kirche.
In diesem Monat freuen wir uns ganz besonders, Sie zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung einzuladen, die auf Initiative der Chormitglieder der Serbisch-Orthodoxen Kirchengemeinde „Hl. Erzengel Michael“ in Hamburg organisiert wird. Es handelt sich um das alljährlich stattfindende Internationale Festival für orthodoxe Chormusik und kirchliche Tradition (IFOM). Es erfüllt uns mit großer Freude und Ehre, mitteilen zu dürfen, dass der Chor der Bulgarischen Orthodoxen Kirche in Hamburg an der diesjährigen Ausgabe des Festivals teilnehmen wird. Unsere Sängerinnen und Sänger werden ausgewählte liturgische Gesänge am 26. September (Samstag) um 16:00 Uhr in der Kirche der Serbisch-Orthodoxen Kirche in der Schellingstraße 7–9, 22089 Hamburg, vortragen.
Das vollständige Programm der Veranstaltung können Sie unter folgendem Internet-Link einsehen.

Am 8. September (Dienstag) begeht die Kirche feierlich das Fest der Geburt der Allheiligen Gottesgebärerin (Mariä Geburt) – jenes Ereignisses, durch das Gott Seinen Thron auf Erden vorbereitete. Der Heiligen Überlieferung zufolge wurde die Heilige Jungfrau Maria von ihren frommen Eltern unter heißen Tränen und im Fasten erbeten. Bis ins hohe Alter hatten sie unter Kinderlosigkeit gelitten, die zu jener Zeit als schwere Strafe Gottes angesehen wurde. An diesem heiligen Tag erleben wir aufs Neue das Wunder, das in das Haus der heiligen und gerechten Joachim und Anna gesandt wurde, und singen einmütig den Tropar des Festes:
„Deine Geburt, Gottesgebärerin und Jungfrau, hat der ganzen Welt Freude verkündet; denn aus dir ist die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott, aufgegangen. Er hat den Fluch aufgehoben und den Segen gebracht, den Tod überwunden und uns das ewige Leben geschenkt.“
Der Sonntag, der 13. September, beginnt wie gewohnt mit dem Morgengottesdienst um 8:30 Uhr und der Göttlichen Liturgie um 10:00 Uhr. Ab 13:00 Uhr laden wir Sie anlässlich des Beginns des neuen Kirchenjahres zu unserem traditionellen Gemeindegrillen auf der nahegelegenen Wiese bei der Kirche ein.
Am Kreuzerhöhungstag, dem 14. September, wird in unserer Kirche um 10:00 Uhr die Göttliche Liturgie gefeiert.
Das Fest der Erhöhung des kostbaren und lebensspendenden Kreuzes des Herrn wurde zum Gedenken an die Auffindung des Kreuzes Christi durch die heilige Kaiserin Helena in Jerusalem im 4. Jahrhundert eingeführt. Nach der liturgischen Tradition wird das Kreuz an diesem Tag in die Mitte der Kirche getragen und zur Verehrung aufgestellt. Der Bischof oder Priester erhebt („erhöht“) es über die Häupter der Gläubigen in die vier Himmelsrichtungen.
Im Gedenken an die Leiden des Erlösers am Kreuz hat die Kirche für diesen Tag ein strenges Fasten festgelegt.
Am 17. September gedenkt die Heilige Orthodoxe Kirche des Martyriums der heiligen Märtyrerinnen Glaube, Hoffnung und Liebe sowie ihrer Mutter Sophia. Das Leben der Heiligen berichtet, dass sie zur Zeit des Kaisers Hadrian im 2. Jahrhundert in Rom den Märtyrertod erlitten. Die drei Mädchen, die damals 12, 10 und 9 Jahre alt waren, zeigten angesichts der Folter einen für ihr Alter beispiellosen Mut und eine außergewöhnliche Standhaftigkeit und weigerten sich, sich vor den heidnischen Götzen niederzuwerfen. Ihre Mutter, die heilige Sophia, durchlebte den seelischen Schmerz ihrer Kinder, bestattete sie in Würde und gab nach drei Tagen des Gebets an ihren Gräbern selbst ihre Seele dem Herrn zurück. Deshalb wurde auch sie dem Kreis der Märtyrerinnen zugerechnet. Sie trugen nicht nur die Namen der größten christlichen Tugenden – Glaube, Hoffnung und Liebe –, sondern verkörperten diese auch in höchstem Maße durch ihren starken Geist und ihre Taten.
Auf die Fürsprache der Heiligen Gottesmutter und aller Heiligen wünschen wir Ihnen von Herzen, dass das neue Kirchenjahr reich an Gottes Gnade sein möge. Wir bitten den allbarmherzigen Gott weiterhin darum, dass es Frieden bringe und von mehr Glaube, Hoffnung und Liebe erfüllt sei!
Der Kirchenvorstand der Bulgarisch-Orthodoxen Kirchengemeinde
„Die Heiligen Kyrill und Methodius“ in Hamburg