CHRISTUS IST AUFERSTANDEN!

Geliebte Brüder und Schwestern im Herrn,

das Programm unserer Gottesdienste finden Sie wie gewohnt auf unserer Internetseite, und den Kalender für die Fastentage finden Sie unter diesem Link.

Die Botschaft der Auferstehung bringt Freude und großen Trost in die ganze Welt. Das Reich Gottes ist dem kleinen Menschen вновь zugänglich, und die göttliche Verheißung, dass „in Christus alle lebendig gemacht werden“, ist ein Licht für das ganze Menschengeschlecht. Die Menschenliebe Christi und die Nähe des Reiches Gottes erfahren wir auf besonders innige Weise während der Göttlichen Heiligen Liturgie, die durch Gottes Gnade jeden Sonntag im Tempel gefeiert wird. Dort suchen wir in Reue, Glauben und Liebe unseren persönlichen Weg zu Gott, indem wir die göttliche Speise der Seele im Heiligen Mysterium der Kommunion empfangen – den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus.

In diesem Jahr wird mit dem Segen Seiner Hochwürdigen Eminenz, des Metropoliten von West- und Mitteleuropa, Metropolit Antonij, das Patronatsfest unserer Kirchengemeinde am 24. Mai stattfinden. An diesem Tag werden wir uns an die große Bedeutung des Werkes der heiligen Brüder Kyrill und Methodius für die slawischen Völker und die gesamte christliche Welt erinnern. Wir laden Sie von Herzen ein, an unserem festlichen Programm teilzunehmen:

– PROGRAMM –
TAG DER HEILIGEN BRÜDER KYRILL UND METHODIUS
UND DER SLAWISCHEN SCHRIFTKULTUR

23. Mai
17:00 Uhr – Vesper (Abendgottesdienst)
18:00 Uhr – Vortrag auf bulgarisch: „Die Heiligen Kyrill und Methodius – Mission, Verehrung und Darstellungen“
Mit Teilnahme von Pater Doz. Dr. Todor Entschew und Doz. Dr. Wanja Sapundschiewa (VTU „Die Heiligen Kyrill und Methodius“)

24. Mai
08:30 Uhr – Morgengottesdienst (Orthros)
10:00 Uhr – Göttliche Liturgie
13:00 Uhr – Feierliche Prozession im Jakobi-Park (Start an der Kirche)
14:00 Uhr – Fest im Park

Кирил и Методий

In der lichten Zeit nach der Auferstehung Christi führt uns die Orthodoxe Kirche durch eine Reihe von evangelischen Ereignissen, die von den heiligen Vätern als ein Weg der geistlichen Wiedergeburt gedeutet werden – von der Schwachheit zur Erleuchtung und zur Fülle des Lebens im Heiligen Geist.

So wird uns am ersten Sonntag im Mai, dem Sonntag des Gelähmten (Joh 5,1–15), das Bild des Menschen offenbart, der durch Sünde und Ohnmacht gelähmt ist. Johannes Chrysostomos schreibt (Homilien zum Johannesevangelium, 36), dass die Heilung ein Zeichen der inneren Wiederherstellung des Menschen ist, während Augustinus von Hippo in der langjährigen Krankheit ein Symbol für die Schwäche des Gesetzes ohne Gnade sieht. An diesem Sonntag ruft uns die Kirche dazu auf, geistlich aufzustehen, uns auf Gottes Hilfe zu stützen und das Heil vor allem in seiner Barmherzigkeit und Menschenliebe zu suchen.

Der zweite Sonntag der Sonntag der Samariterin (Joh 4,5–42), führt uns in das Geheimnis des „lebendigen Wassers“ ein – die Gabe des Heiligen Geistes. Die Begegnung Christi mit der Samariterin bezeugt, dass Gott jeden Menschen sucht, unabhängig von Herkunft und Vergangenheit. Kyrill von Alexandrien lehrt, dass das Wasser die Gnade symbolisiert, die die Seele erneuert, und Gregor von Nazianz betont, dass Christus „nach dem Heil des Menschen dürstet“. 

Der Sonntag des Blindgeborenen (Joh 9,1–38) zeigt uns eine Gestalt, in der viele sich selbst wiedererkennen können. Für den Gottliebenden ist Christus das Licht der Welt, und der Blindgeborene ist ein Bild des Menschen, der in geistlicher Finsternis geboren ist, aber zur Erleuchtung berufen wird. Irenäus von Lyon sieht in diesem Wunder ein Bild der neuen Schöpfung.

Der Sonntag der heiligen Väter des Ersten Ökumenischen Konzils führt uns zurück ins Jahr 325 und erinnert an das gemeinsame Zeugnis der Kirche. Auf dem Erstes Ökumenisches Konzil von Nicäa bekräftigten die heiligen Väter, dass der Sohn wesensgleich mit dem Vater ist. Athanasius der Große verteidigte diese Wahrheit als Grundlage des Heils.

Pfingsten (Apg 2,1–11) ist der Geburtstag der Kirche, an dem der Heilige Geist auf die Apostel herabkam und das rettende Werk der Kirche in der Welt begann. Basilius der Große bezeugt, dass der Mensch durch den Geist in Gemeinschaft mit Gott tritt, während Gregor von Nyssa von der Verwandlung des Menschen als Teilhabe am göttlichen Leben spricht.

WAHRHAFTIG IST CHRISTUS AUFERSTANDEN!

Bulgarisch-orthodoxe Kirchengemeinde “Die Heiligen Kyrill und Methodius”, Hamburg.