Liebe Freunde, liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
in diesem Monat treten wir in die Tage der Vorbereitung auf eines der freudigsten Ereignisse in der Menschheitsgeschichte ein – die Menschwerdung Gottes des Wortes (des Logos), Welcher von der Jungfrau geboren wurde. Die Gottesmutter wird von der gesamten christlichen Welt verehrt und seliggepriesen. Wir ehren und preisen sie als Gottesgebärerin (Theotokos) und als die Gesegnetste unter den Frauen, da sie würdig befunden wurde, den Erlöser der Welt, unseren Herrn Jesus Christus, zu gebären. Vorabend und Beginn dieser gnadenreichen Zeit sind eine günstige Gelegenheit für gegenseitige Vergebung, Umkehr, Beichte und die Vertiefung des persönlichen Gebets.

Das Fasten ist keine Diät, sondern vor allem ein freiwilliges geistliches Ringen und ein Ausdruck der Liebe zu Gott, zum Nächsten und zu sich selbst! Die Enthaltsamkeit von bestimmten Speisen ist nur ein Hilfsmittel im Kampf gegen die Sünde, das seine Fülle und Vollendung im Heiligen Sakrament der Eucharistie (der Heiligen Kommunion) findet. Der Herr Jesus Christus gibt uns klare Anweisungen, wie wir das Fasten einhalten sollen, damit es nicht zu einem heuchlerischen Bekenntnis des Glaubens – also zu einem bloßen äußeren Schein – wird: „Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, um sich vor den Menschen zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit du dich nicht vor den Menschen zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten öffentlich.“ (Matthäus 6,16-18)
